18.02.2020, 15:35

Fridays for Future bei ERBACHER the food family: Kleine Gase – große Wirkung

Vor dem Machen kommt das Verstehen, gerade bei Klimaschutz

Der Freitag, der 14. Februar 2020 stand bei ERBACHER the food family ganz unter dem Zeichen des Klimawandels und seiner Folgen. Im Rahmen einer Fridays for Future Veranstaltung hieß das Familienunternehmen auf seinem Firmengelände in Kleinheubach rund 90 Schüler mit ihren Lehrern von vier Gymnasien aus dem Umkreis willkommen, um mit der Unterstützung  von externen Fachreferenten gut verständlich die Ursachen und Folgen des aktuellen Wandels unseres Klimas zu erklären. Ziel der Informationsveranstaltung war es aber ebenso, Impulse zu geben, wie jeder in seinem täglichen Handeln einen Beitrag zur Reduktion seines persönlichen CO2-Fußabdrucks leisten kann.

Kleinheubach, 18. Februar 2020 – „Ernährung hängt ganz eng mit der Natur zusammen und die Natur wiederum mit dem Klima. Daher haben wir bei ERBACHER the food family es uns als Vordenker und Vormacher für zukunftsfähige Ernährung zur Aufgabe gemacht, einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu leisten“, mit diesen Worten eröffnete Frank Erbacher, Vorstand der Unternehmensführung von ERBACHER the food family, die Veranstaltung und hieß alle Teilnehmer recht herzlich willkommen.

Klimawandel einfach erklärt     

„Da wir kein Buch finden konnten, das den Klimawandel verständlich auf den Punkt bringt, haben wir kurzerhand beschlossen, es selbst zu schreiben“, erklärten die ersten Gastredner David Nelles und Christian Serrer von der KlimaWandel GbR. Klima ist per Definition das durchschnittliche Wetter in einem Zeitraum von mindestens 30 Jahren. Das Klima verändert sich – im Vergleich zum sich ständig wechselnden Wetter – also sehr langsam. Wenn sich eine Erderwärmung um 2° C also auf den ersten Blick einmal nach nicht viel anhört, hat dies doch langfristig sehr weitreichende Folgen für das Klima.

Was man wissen muss: Seit der Industrialisierung hat der Ausstoß von Treibhausgasen enorm zugenommen, was wiederum zu einer deutlichen Erwärmung der Erdoberfläche geführt hat. Vor diesem Hintergrund und basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen lässt es sich daher nicht mehr verleugnen: Der Mensch ist seit Jahrzehnten schon der wichtigste Faktor für den Klimawandel. Die klimatischen Veränderungen haben Auswirkungen auf zahlreiche für uns spürbare Bereiche wie etwa die Erwärmung der Meere, zunehmende und stärker werdende Wetterextreme, die Landwirtschaft, das Aussterben von Tierarten, aber auch die Gesundheit von uns allen.

Wir können alle etwas tun – und zwar jetzt!

Jessica Maudrich von der Klimaschutzorganisation myclimate gGmbH führte vor Augen, dass die durchschnittliche Klimawirkung eines deutschen Durchschnittsbürgers bei rund 11 t CO2 pro Jahr liegt. Dies bestätigt auch der CO2-Rechner des Umwelt-Bundesamts. In einem interaktiven Workshop bot sie den Schülern anhand ein paar einfacher Fragen die Möglichkeit, ihre eigene Klimabilanz zu berechnen. Die Jugendlichen stellten fest, dass gerade Langstreckenflüge, Fahrten mit dem Auto und intensiver Fleischkonsum dabei negativ ins Gewicht fallen. Dies bestätigen auch offizielle Zahlen. So gehören die Aspekte Ernährung, Heizung und Mobilität neben dem allgemeinen Konsum zu den größten Anteilen unseres persönlichen CO2-Fußabdrucks.

Ziel ist es, die Höhe der durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Person zu verringern. Die beiden Autoren des Buchs „Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel“ gaben den Teilnehmern der Veranstaltungen ein paar einfache Tipps, mit denen man schon heute seinen persönlichen CO2-Fußabdruck positiv beeinflussen kann. Durch einen bewussteren Konsum von Fleisch und regionaler Lebensmittel, der Verzicht auf vermeidbare Flugreisen und der Umstieg auf Ökostrom sind Maßnahmen, die zum Klimaschutz maßgeblich beitragen.

Die Zukunft beginnt heute!

Natürlich muss die Politik aber mit entsprechenden Regelungen und Maßnahmen eine gemeinsame Strategie vorantreiben und die Wirtschaft nach neuen Maßstäben agieren. Ein erster Schritt wurde 2015 mit dem Pariser Abkommen auf der internationalen Klimakonferenz gelegt. Dort wurde entschieden, die weltweiten Klimaschutzziele zu verschärfen und die Erderwärmung nicht bloß auf 2 °C zu begrenzen, wie seit vielen Jahren diskutiert wird, sondern sogar 1,5 °C anzustreben. Aber auch in der Wirtschaft tut sich etwas: ERBACHER the food family beispielsweise hat Nachhaltigkeit fest verankert und arbeitet heute schon an Ernährungskonzepten und Prozessen für morgen. Dabei ist sich das Unternehmen seiner Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen, Tieren, der Umwelt und künftigen Generationen bewusst und geht die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz aktiv an. Von den Aktivitäten des Familienunternehmens konnten sich einige der Schüler in einer Werksführung im Anschluss an die Veranstaltung ein Bild machen.

Ihr Ansprechpartner

Anke Heyer

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