Mitarbeiterreise nach Tansania

„Karibu sana“ – „ein herzliches Willkommen“: Das waren die ersten Worte von Faraja und Erasto Haule, den Leitern der Ilowola Secondary School, mit denen sie uns in Tansania willkommen hießen. Mein Arbeitskollege Waldemar und ich durften im März 2017 zehn Tage in der Ilowola Secondary School in der Region Njombe verbringen.

Gastfreundlichkeit wird in Tansania groß geschrieben. Für die Verhältnisse vor Ort hatten wir eine fast luxuriöse Unterkunft…Luxuriös bedeutet in diesem Fall: Ein Zimmer ähnlich einem Rohbau, das im Vergleich zu deutschen Standards wirklich spärlich eingerichtet war. Immerhin hatten wir ein kleines Badezimmer, fließendes Wasser (wenn auch nur kalt) und stundenweise Strom. Trotz allem habe ich mich sehr wohl gefühlt. Die Menschen in Tansania haben oftmals nicht mehr als eine kleine Hütte – ohne Wasser, ohne Strom.

In der Ilowola Secondary School werden unter anderem landwirtschaftliche Projekte, wie ein Gemüsegarten, eine Avocadoplantage und die Haltung verschiedener Nutztiere unterstützt. Die Schulgebühren können durch den Ertrag aus diesen Projekten niedrig gehalten werden. Mittlerweile gehört zu Ilowola auch eine eigene Bäckerei, die wirklich leckeres und hochwertiges Brot aus möglichst regionalen Zutaten backt. Die Einnahmen kommen der Schule ebenfalls zugute.

Heutzutage scheinen in unserer Gesellschaft viele den Eindruck zu haben, sie hätten zu wenig. Materielle Dinge spielen hier bei uns eine große Rolle. Etliche Kinder in Deutschland haben so viel Spielzeug, dass sie gar nicht wissen, mit was sie zuerst spielen sollen. Ich würde mir wünschen, dass gerade diese Kinder einen Einblick in das Leben eines Kindes in Afrika bekommen. Ich habe dort kein Kind jammern oder nörgeln hören. Die Menschen machen insgesamt einen glücklicheren Eindruck.

Ein großes DANKESCHÖN an die Erbacher Stiftung, die mir diese Reise ermöglicht hat. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich hoffe, alles, was ich an Eindrücken mitgenommen habe, hält lange an. Die entspannte Art der Menschen in Tansania überträgt sich automatisch. Bei meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich viel bewusster wahrgenommen, wie gut es uns hier geht. Ich konnte ich mich über die selbstverständlichsten Dinge freuen.

Mein Kollege Waldemar, der im Agrarbereich von JOSERA tätig ist, konnte sein Wissen im Bereich der Nutztierhaltung und Landwirtschaft einbringen und mit den Lehrern, die Agrarwissenschaften unterrichten, teilen. Ich habe mich während unserer Zeit vor Ort um klassische Marketing-Themen gekümmert. Wir haben Flyer und Plakate erstellt und ich durfte das Logo der Bäckerei an die Wand malen – „Old-School-Marketing“ sozusagen… 😉

Die Schülerinnen und Schüler dort sind mehr als motiviert. Gefühlt weiß jeder einzelne zu schätzen, dass er in die Schule gehen darf. Hinter der Ilowola Schule steckt ein tolles Konzept – nämlich die Mithilfe eines jeden Einzelnen im Rahmen der Projekte, um für die Gemeinschaft niedrigere Schulgebühren zu erreichen. Somit haben auch Kinder aus ärmeren Verhältnissen die Möglichkeit, eine gute Schulausbildung zu erhalten.

Ihr Ansprechpartner

Brigitte Antoni

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